Medizinischer Sicherheitshinweis: Dieser informative Ratgeber dient ausschließlich Aufklärungszwecken. Er ersetzt keine persönliche ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Wenden Sie sich bei gesundheitlichen Fragen stets an eine qualifizierte ärztliche Fachkraft. Rufen Sie bei akuten Beschwerden oder Notfällen sofort den Rettungsdienst.

Pfeifende Atmung (Giemen)

Eine pfeifende Atmung, in der Medizin auch als Giemen oder Wheezing bezeichnet, ist ein hohes, pfeifendes oder zischendes Geräusch, das vor allem beim Ausatmen entsteht. Es wird durch eine Verengung der Atemwege in den Bronchien verursacht. Giemen ist ein typisches Symptom von Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale oder einer Bronchitis.

Wie sich das Symptom äußert:

Beim Atmen ist ein deutliches Pfeifen oder Brummen aus der Brust zu hören. Oft geht dies mit einem Gefühl der Brustenge, erschwertem Ausatmen und leichtem Hustenreiz einher.

Mögliche häufige Ursachen

Akute Bronchitis

Eine Entzündung der Schleimhäute in den Bronchien, meist verursacht durch eine Erkältung oder virale Infektion, die zu Schleimbildung und Schwellung führt.

Warum es zu Ihren Symptomen passt:

Tritt zusammen mit Husten, zähem Auswurf, leichtem Fieber und Erkältungssymptomen auf.

Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten:

Schonen Sie sich und trinken Sie viel. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn das Pfeifen länger als einige Tage anhält oder Atemnot hinzukommt.

Asthma bronchiale

Eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege, bei der die Bronchien überempfindlich auf bestimmte Reize (Pollen, Kälte, Stress) reagieren und sich verkrampfen.

Warum es zu Ihren Symptomen passt:

Passt bei anfallartig auftretendem Pfeifen, starker Atemnot und trockenem Husten, besonders nachts oder bei Belastung.

Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten:

Erfordert eine fachärztliche Diagnose und die Verordnung von Notfall- und Langzeitmedikamenten (Inhalatoren).

Notfall-Warnsignale

Wenn Sie eines der folgenden Symptome bemerken, suchen Sie bitte sofort die nächste Notaufnahme auf oder rufen Sie den Rettungsdienst unter 112 an:

  • Plötzlich auftretende, schwere Atemnot mit bläulicher Verfärbung der Lippen (Zyanose)
  • Pfeifende Atmung nach dem Einatmen eines Fremdkörpers oder nach einem Insektenstich/Allergenkontakt
  • Unfähigkeit, vor Atemnot in ganzen Sätzen zu sprechen
  • Starke Einziehungen der Haut zwischen den Rippen beim Atmen

Tipps zur Selbstbeobachtung und Dokumentation

  • Notieren Sie, ob das Pfeifen beim Einatmen oder Ausatmen lauter ist.
  • Dokumentieren Sie mögliche Auslöser (z. B. Pollenflug, Haustiere, Anstrengung).
  • Messen Sie gegebenenfalls Ihren Peak-Flow-Wert, falls Sie Asthmatiker sind.

Fragen für das Gespräch mit Ihrem Arzt

  • Tritt das Pfeifen plötzlich auf oder hat es sich langsam entwickelt?
  • Haben Sie bekannte Allergien oder Asthma in der Familie?
  • Wird das Atemgeräusch von Atemnot oder Husten begleitet?

Häufig gestellte Fragen

Pfeifen (Giemen) deutet auf verengte Bronchien hin (wie bei Asthma). Ein rasselndes oder brodelndes Geräusch spricht eher für Schleigansammlungen in den größeren Atemwegen, beispielsweise bei einer schweren Bronchitis oder Lungenentzündung.

Sicherheitshinweise & Haftungsausschluss

Dieser Eintrag über Pfeifende Atmung (Giemen) dient ausschließlich zur Information und Orientierung. Er stellt keine medizinische Diagnose oder Therapieempfehlung dar. Besprechen Sie Ihre Symptome stets mit einer qualifizierten ärztlichen Fachkraft. Rufen Sie in Notfällen immer sofort den Rettungsdienst unter 112 an.