Ausbleiben der Periode
Das Ausbleiben der Periode (Amenorrhoe) bezeichnet das Fehlen der Menstruationsblutung bei einer Frau im gebärfähigen Alter. Die häufigste Ursache ist eine Schwangerschaft. Andere Gründe umfassen hormonelle Störungen (wie PCOS oder Schilddrüsenerkrankungen), extremen Stress, starken Gewichtsverlust, Leistungssport oder den Beginn der Wechseljahre. Ein wiederholtes Ausbleiben der Periode sollte gynäkologisch untersucht werden.
Wie sich das Symptom äußert:
Die erwartete Menstruationsblutung bleibt aus. Je nach Ursache können Begleitsymptome wie Unterleibsschmerzen, Spannungsgefühl in den Brüsten, Übelkeit, Stimmungsschwankungen oder Hautveränderungen auftreten.
Mögliche häufige Ursachen
Schwangerschaft
Bei einer Befruchtung nistet sich die Eizelle ein und der Hormonspiegel (Progesteron und HCG) bleibt hoch, wodurch die Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut verhindert wird.
Sie hatten ungeschützten Geschlechtsverkehr und die Periode bleibt aus, eventuell begleitet von morgendlicher Übelkeit oder empfindlichen Brüsten.
Führen Sie einen Schwangerschaftstest durch. Bei einem positiven Ergebnis vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Frauenarzt zur Schwangerschaftsvorsorge.
Hypothalamische Amenorrhoe
Die hormonelle Steuerung im Gehirn (Hypothalamus) wird durch extremen Stress, strenge Diäten, schnellen Gewichtsverlust oder Leistungssport blockiert.
Sie befinden sich in einer emotional oder körperlich anstrengenden Lebensphase, haben viel Gewicht verloren oder treiben intensiv Sport.
Versuchen Sie, Stress abzubauen, auf eine ausreichende Energiezufuhr zu achten und dem Körper Ruhepausen zu gönnen. Suchen Sie bei dauerhaftem Ausbleiben einen Gynäkologen auf.
Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)
Eine endokrine Störung bei Frauen im gebärfähigen Alter, die durch einen Überschuss an männlichen Hormonen und unregelmäßige oder ausbleibende Eisprünge gekennzeichnet ist.
Die Periode bleibt sehr häufig aus, begleitet von unreiner Haut (Akne), Gewichtszunahme oder verstärkter Körperbehaarung (Hirsutismus).
Lassen Sie ein Hormonprofil und einen Ultraschall der Eierstöcke beim Frauenarzt durchführen, um eine gezielte Therapie einzuleiten.
Notfall-Warnsignale
Wenn Sie eines der folgenden Symptome bemerken, suchen Sie bitte sofort die nächste Notaufnahme auf oder rufen Sie den Rettungsdienst unter 112 an:
- Ausbleiben der Periode begleitet von starken, einseitigen Unterleibsschmerzen (Verdacht auf Eileiterschwangerschaft)
- Positive Schwangerschaftstestergebnisse in Kombination mit vaginalen Blutungen oder Krämpfen
- Plötzliches Ausbleiben der Periode begleitet von starken Kopfschmerzen, Sehstörungen oder milchigem Brustausfluss
- Ausbleiben der Blutung nach einer Ausschabung (Abrasio) oder Gebärmutteroperation
- Begleitendes Fieber, Schüttelfrost oder starker, übelriechender vaginaler Ausfluss
Tipps zur Selbstbeobachtung und Dokumentation
- Notieren Sie das genaue Datum Ihrer letzten Menstruationsblutung.
- Führen Sie einen Schwangerschaftstest durch, wenn Sie sexuell aktiv sind.
- Dokumentieren Sie drastische Gewichtsveränderungen, Ernährungsumstellungen oder Stressfaktoren.
- Erfassen Sie Begleitsymptome wie Unterleibsschmerzen, Akne oder vermehrten Haarwuchs.
Fragen für das Gespräch mit Ihrem Arzt
- Wann war der erste Tag Ihrer letzten Periode?
- Haben Sie einen Schwangerschaftstest durchgeführt und wie war das Ergebnis?
- Haben Sie in letzter Zeit viel Gewicht verloren, intensiv Sport getrieben oder unter starkem Stress gelitten?
Häufig gestellte Fragen
Ein Schwangerschaftstest mit Urin ist meist ab dem Tag der ausbleibenden Periode (ca. 14 Tage nach dem Eisprung) zuverlässig. Führen Sie den Test am besten mit dem ersten Morgenurin durch.
Ja. Stress aktiviert die Ausschüttung von Cortisol, was die Produktion von Fortpflanzungshormonen im Hypothalamus hemmen kann. Dies kann den Eisprung verzögern oder ganz verhindern, sodass die Periode ausbleibt.