Ohrenschmerz-Checker
Bewerten Sie Ihre Ohrenschmerzen. Erkennen Sie Warnsignale für Mittelohrentzündungen und Mastoiditis und wissen Sie, wann ein Arzt aufzusuchen ist.
Hauptursachen für Ohrenschmerzen und Beschwerden
Ohrenschmerzen (Otalgie) entstehen häufig durch Infektionen des Mittelohrs (Otitis media, sehr häufig bei Kindern) oder des äußeren Gehörgangs (Otitis externa, auch Badeotitis genannt). Sie können auch durch Luftdruckschwankungen (Barotrauma, z. B. beim Fliegen), Ohrenschmalzpfropfen oder fortgeleitete Schmerzen aus dem Kiefer, von Zahnkaries oder Halsschmerzen verursacht werden.
Wichtige Warnsignale bei Ohrinfektionen
Bestimmte Symptome erfordern eine rasche ärztliche Abklärung. Eine rote, druckempfindliche Schwellung direkt hinter dem Ohrläppchen deutet auf eine Mastoiditis hin – eine schwere Komplikation. Flüssigkeitsaustritt (besonders Eiter oder Blut) spricht für ein gerissenes Trommelfell. Neurologische Anzeichen wie eine Gesichtslähmung, starker Schwindel oder plötzliche Taubheit sind Alarmzeichen.
Sichere Tipps zur Schmerzlinderung
Führen Sie niemals Wattestäbchen, Büroklammern oder andere spitze Gegenstände in den Gehörgang ein, da dies Ohrenschmalz tiefer schieben oder das Trommelfell verletzen kann. Eine warme Kompresse auf dem betroffenen Ohr kann Linderung verschaffen. Wenden Sie sich für geeignete Schmerzmittel an einen Arzt oder Apotheker.
Häufige Fragen (FAQ)
Bei Erwachsenen können Ohrenschmerzen primär sein (z. B. durch eine Gehörgangsentzündung wie Otitis externa nach dem Schwimmen oder einen Paukenerguss im Mittelohr) oder sekundär fortgeleitet sein (z. B. durch Zahnprobleme, Kiefergelenksbeschwerden oder Halsentzündungen).
Eine Mastoiditis ist eine bakterielle Infektion des Warzenfortsatzes (Mastoidknochen) hinter dem Ohr, die meist aus einer unbehandelten Mittelohrentzündung entsteht. Sie äußert sich durch eine schmerzhafte, rote Schwellung hinter dem Ohr und erfordert sofortige ärztliche Behandlung.