Bindehautentzündung
Eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) is eine Entzündung der dünnen, feuchten Schleimhaut, die die Innenseite der Augenlider bedeckt und das Augenweiß überzieht. Sie führt zu einer Rötung des Auges und kann durch Viren, Bakterien, Allergene oder Umweltreize verursacht werden. Obwohl die meisten Formen harmlos sind und von selbst abheilen, können bestimmte Warnsignale auf eine schwerwiegendere Augenerkrankung hinweisen, die das Sehvermögen gefährdet.
Wie sich das Symptom äußert:
Typisch sind ein gerötetes Auge, Juckreiz, Brennen und das Gefühl, einen Fremdkörper oder Sand im Auge zu haben. Oft kommt es zu vermehrtem Tränenfluss und einer Absonderung von Schleim oder Eiter, wodurch die Lider besonders morgens verkleben können.
Mögliche häufige Ursachen
Virale Konjunktivitis
Eine sehr ansteckende Augeninfektion, die meist durch Adenoviren ausgelöst wird und häufig im Rahmen einer Erkältung oder eines grippalen Infekts auftritt.
Das Auge ist stark gerötet, sondert wässriges Sekret ab und es bestehen typische Erkältungssymptome wie Halsschmerzen oder geschwollene Lymphknoten.
Gute Hygiene ist entscheidend. Waschen Sie sich häufig die Hände. Die Infektion heilt meist innerhalb von 1 bis 3 Wochen von selbst ab.
Bakterielle Konjunktivitis
Eine Entzündung der Bindehaut durch Bakterien (wie Staphylokokken oder Streptokokken), die häufig einseitig beginnt und ebenfalls ansteckend ist.
Das Auge sondert ein gelblich-grünes, zähflüssiges Sekret ab, wodurch die Wimpern und Augenlider besonders nach dem Schlafen verkleben.
Suchen Sie einen Arzt auf. Möglicherweise sind antibiotische Augentropfen erforderlich, um die Heilung zu beschleunigen und die Ansteckungsgefahr zu senken.
Allergische Bindehautentzündung
Eine nicht-infektiöse Entzündungsreaktion auf Allergene wie Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare, die meist beide Augen gleichzeitig betrifft.
Es besteht ein starker Juckreiz und Tränenfluss in beiden Augen, häufig begleitet von Niesen, einer laufenden Nase oder anderen Heuschnupfensymptomen.
Vermeiden Sie bekannte Allergene. Antiallergische Augentropfen oder Antihistaminika können die Symptome deutlich lindern.
Notfall-Warnsignale
Wenn Sie eines der folgenden Symptome bemerken, suchen Sie bitte sofort die nächste Notaufnahme auf oder rufen Sie den Rettungsdienst unter 112 an:
- Starke oder stechende Augenschmerzen
- Veränderungen des Sehvermögens, Sehminderung oder Sehtrübung
- Ausgeprägte Lichtempfindlichkeit (Photophobie)
- Extreme Rötung, die sich nur auf ein Auge beschränkt, oder eine erweiterte, starre Pupille
- Verletzungen des Auges oder Kontakt mit ätzenden Chemikalien kurz vor Symptombeginn
Tipps zur Selbstbeobachtung und Dokumentation
- Notieren Sie, ob ein oder beide Augen betroffen sind.
- Dokumentieren Sie die Art des Sekrets (wässrig, schleimig oder eitrig).
- Halten Sie fest, ob Sie Kontaktlinsenträger sind (sofortiges Trageverbot bei Symptomen).
- Erfassen Sie Begleitsymptome wie Juckreiz, Niesen oder Heuschnupfen.
Fragen für das Gespräch mit Ihrem Arzt
- Tragen Sie Kontaktlinsen?
- Haben Sie Schmerzen im Auge oder hat sich Ihr Sehvermögen verändert?
- Tritt das Sekret eitrig auf und sind die Augenlider morgens verklebt?
Häufig gestellte Fragen
Infektiöse Bindehautentzündungen (viral oder bakteriell) sind hochgradig ansteckend. Sie werden meist über Schmierinfektionen (Hände, Handtücher) übertragen. Waschen Sie sich regelmäßig die Hände und teilen Sie keine Handtücher oder Kissen.
Nein, bei den ersten Anzeichen einer Augenreizung sollten Sie Kontaktlinsen sofort entfernen und erst wieder tragen, wenn die Entzündung vollständig abgeheilt ist, da Linsen das Risiko für Hornhautschäden erhöhen.